Christian Füller stellt sein Buch vor

P r e s s e m i t t e i l u n g

Mit der Bitte um Veröffentlichung

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung

„Schlaue Kinder, schlechte Schulen.
Wie unfähige Politiker unser Bildungssystem ruinieren – und warum es trotzdem gute Schulen gibt“

mit

Christian Füller, Journalist

am

23. September 2008
Dienstag, 20.00 Uhr
VHS Forum, Werretalhalle, Alte Bünder Straße 14, 1 UG
6,00 € / 3,00 € ermäßigt

 

Im Rahmen der VHS Veranstaltungsreihe „Wege aus der Bildungsmisere“ stellt Christian Füller thesenartig seine Analyse der bildungspolitischen Debatte der letzten Jahre vor und benennt seinerseits sieben Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um eine neue Schule in Deutschland etablieren zu können und kein Kind verloren geht, brauchen wir seiner Meinung nach eine umfassende Erneuerung des Bildungssystems.

Autoreninfo zu Christian Paul Füller

Christian Füller ist ein ausgewiesener Kenner der Bildungslandschaft Deutschlands. Der studierte Diplom-Politologe hat sich während seiner gesamten bisherigen Laufbahn als Student, Journalist und Autor mit den unterschiedlichen Bildungssystemen weltweit auseinandergesetzt – die perfekte Grundlage für sein aktuelles Buch „Schlaue Kinder, schlechte Schulen.“

Als freier Journalist schrieb Christian Füller Artikel über bildungsrelevante Themen unter anderem für die „Frankfurter Rundschau“, die „Süddeutsche Zeitung“, „Spiegel Online“ oder „Die Zeit“. Von 1997 – 2007 war er Politikredakteur und Leiter des Bildungsressorts der „tageszeitung“, seit 2008 betreut er nun die Seite 3. Zusätzlich forschte Füller als Teilnehmer des „Journalist in Residence“-Programms der Volkswagen-Stiftung am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung über die Ursachen der neuen Bildungsarmut in Deutschland.

Dass das Thema Erziehung und Bildung auch ein privates Anliegen von Füller ist, beweist seine zweimalige Entscheidung für die Erziehungszeit seiner beiden Kinder.

Buchinfo zu „Schlaue Kinder, schlechte Schulen“

Neue Schulen braucht das Land! Eine provokante Abrechnung mit der Bildungslage der Nation

»Wir dürfen kein Kind verlieren!« Das ist das selbstverständliche Motto allen schulischen Bemühens – in Finnland. Für unsere Bildungspolitiker scheint dieser Leitsatz nicht zu gelten. Zwar steht auch an deutschen Schulen »Lernen« auf dem Stundenplan, aber die Praxis heißt »Aussieben«: Wer nicht mithalten kann, wird »abgeschult«.

Das tragische daran: Schulversagen gilt als individuelles Versagen. Dabei liegt die Schuld weder bei dem einzelnen Schüler noch bei seinen Eltern. Es hat vielmehr System, wenn ein gewisser Prozentsatz der Kinder die Schule »nicht schafft«: Das Schulsystem braucht die »Versager«, um Nachschub für Real-, Haupt und Sonderschule zu produzieren. Unser Schulsystem braucht den Fehler – weil es selbst der Fehler ist.

Das Ergebnis dieser Politik ist deprimierend, wie internationale Vergleichsuntersuchungen belegen: Bei den Pisa-Studien steht Finnland auf Platz eins, Deutschland ist bestenfalls Mittelmaß.

Christian Füller erzählt von den Leidtragenden dieses Systems: den Kindern, Eltern und Lehrern. Und er bringt die Ursachen auf den Punkt: Im Zwangskorsett aus Lehrplänen, völlig überholten Strukturen und einer scheinbar unbelehrbaren Kultusbürokratie erstickt die Bildung. Das muss nicht sein. Einzelne Reformschulen, geleitet von mutigen Direktoren und engagierten Lehrern, zeigen: Es geht auch anders.

Damit aber endlich für alle Kinder wahr wird, was bisher nur wenigen vergönnt ist, brauchen wir eine mittlere Revolution: Das Bildungssystem muss umfassend erneuert werden. Weg vom Prinzip des Aussortierens, weg von der dreigliedrigen Schulform, dem Frontalunterricht und den starren Lehrplänen. Damit auch in Deutschland endlich gilt: Jedes Kind kann Schule schaffen – niemand braucht auf Bildung zu verzichten!