Eine „Schule der Zukunft“ befindet sich tatsächlich im schwedischen Balsta in der Nähe von Stockholm. Diese Schule fasziniert mit einer zukunftsweisenden pädagogischen Konzeption und der besonderen Gestaltung ihrer Lern- und Lebensräume. Beim Pisa-Test schnitt diese Schule noch besser ab als die ohnehin schon erfolgreichen schwedischen Schüler. Viele Besucher - auch aus Deutschland - kamen in den letzten Jahren , um diese „Schule des 21. Jahrhunderts“ kennen zu lernen. Diese weite Reise wird für die Besucher dieser Veranstaltung nicht nötig sein, denn Hans Ahlenius, Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaften und Mitbegründer der Futurum Skola, wird am Mittwoch, den 29.04.2009, um 19:30 Uhr im VHS-Forum der Werretalhalle das Schul- und Raumkonzept der Futurum Skola vorstellen und für anschließende Fragen zur Verfügung stehen.
Mit dieser Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Schulverwaltungsamt der Stadt Löhne im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wege aus der Bildungsmisere“ durchgeführt wird, nehmen die Veranstalter sich des in der letzten Zeit aufgegriffenen Themas des Raumes als Medium der Pädagogik an. In der bisherigen Diskussion um die Weiterentwicklung des Schulwesens wurde die Bedeutung des Raumes für die Entfaltung der Kinder ausgeblendet. Wenn eine neue Lernkultur in einer Schule der Zukunft angestrebt wird, in der Kinder sich individuell entfalten und gefördert werden können, dann müsse dies eine Entsprechung in der Raumgestaltung finden. „Heute sind Schulräume meist Container, in denen Fächer unterrichtet werden, nicht Schüler“ heisst es in der Münsteraner Erklärung des Netzwerks Archiv der Zukunft und tatsächlich bestehen viele Schulgebäude heute nach wie vor aus einer Anzahl gleicher Räume mit gerasterten Klassen und riesigen Treppenhäusern und leeren Gängen , die nur als Verkehrsfläschen genutzt werden. Der Anstrich ist monoton und grau. Zusammengefasst sind die Orte des heutigen Lernens keine einladenden Orte, die zum Verweilen einladen, sondern den Drang der Kinder und Jugendlichen bestärken diese Räumlichkeiten sobald wie möglich zu verlassen. Wenn man berücksichtigt, dass die Schule der Zukunft eine Ganztagsschule sein wird, werden die Anforderungen an die Schularchitektur von morgen noch dringlicher. Die Futurum Skola hat vor 8 Jahren schon diesen Weg zur Schaffung einer neuen Lernkultur beschritten. Hans Ahlenius kann über die vielfältigen Erfahrungen und den daraus folgenden Veränderungen aus erster Hand berichten.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Eine Abendkasse wird eingerichtet.