(Natürlich passen die Vorschläge von Schwarz-Gelb prima in die Zeit. Wenn das Fernsehen jedem, der es sehen mag, zeigt, wie das Leben im Mittelalter oder auf einem Gutshof des 19. Jahrhunderts ausgesehen haben soll, dann ist es doch schön, wenn wir jetzt erfahren sollen, wie Schule in den Fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ausgesehen hat. Also weg mit dem Recht der Eltern, nach der 4. Klasse die Schule für das eigene Kind auszusuchen (welches ja ohnehin schon sehr eingeschränkt ist, wenn man bedenkt, dass es beispielsweise für Kinder in unserer Gegend nur eine total überlaufene Gesamtschule gibt). Aber sind nicht die Grundschullehrer zu bedauern, die nach vier Jahren über die schulische Laufbahn und damit über die Berufschancen und die Lebensperspektive von Kindern entscheiden sollen? So viel Verantwortung!)
Es scheint in unserem Schulsystem nicht darum zu gehen, dass möglichst viele möglichst viel lernen. Denn dann würde man den Kindern die Chance geben, möglichst lange und gemeinsam und voneinander zu lernen statt immer nur für den nächsten Test und die nächste Note. Aber den Deutschen ist das Sortieren wichtiger, das scheint eine Frage der Mentalität zu sein. Manche müssen immer genau wissen, wer besser und wer schlechter ist als sie. Deshalb mein Vorschlag an CDU/FDP: Gebt uns Eine Schule für Alle, die gemeinsames, individualisiertes Lernen von Klasse 1 bis Klasse 10 ermöglicht, für Euch und Eure Anhänger könnt Ihr ja Privatschulen einrichten, in denen Ihr dann nach Herzenslust differenzieren, selektieren und auseinander dividieren könnt!