Sollte und kann sich das deutsche Schulsystem verändern, weg von der hohen Selektivität hin zu Schulen, die Individualisierung und Integration miteinander vereinigen? Diese Seite stellt Materialien vor und bietet Links zu interessanten Quellen. Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Erörterung der vorgestellten Fragen mit eigenen Beiträgen zu beteiligen.

Die Dreiteilung wackelt

Immer stärker wird die Dreigliedrigkeit des deutschen Schulsystems (die eigentlich ja eine Vier- bzw. Fünfgliedrigkeit ist, wenn Sonder- und Privatschulbereich mitgerechnet werden) in Frage gestellt, in letzter Zeit immer häufiger auch von seiten der Wirtschaft.

Lesen Sie den den TAZ-Artikel vom 25.03.2006 im Anhang 

Maulkorb für Pädagogen?

Dürfen Lehrer öffentlich Kritik am Bildungssystem äußern? „Klar“, werden sie sagen, „die kennen sich doch aus damit“.

Hier können Sie lesen, dass es dazu durchaus auch andere Einstellungen gibt. Artikel aus „Westfälische Nachrichten“ vom 24.02.2006 im Anhang.

Neue Schulen braucht das Land

Lothar Späth: „Neue Schulen braucht das Land“, ein Kommentar im Handelsblatt.

Leserbrief von Gustav Echelmeyer, Lengerich, WN Nr. 22, 26.1.06

„Tiefer ins Tal der Verlierer“ Über den Erfolg des neuen Schulgesetzes macht sich Frau Sommer Illusionen. Die Verschärfung der sozialen Selektion führt uns tiefer in das Jammertal der PISA-Verlierer. Die Auflösung der Grundschulgrenzen führt zu „schwarzen“ Brennpunktschulen und „weißen“ Bildungsbürgerschulen. Wir brauchen eine Verdoppelung der Ausgaben für Bildung, Klassenhöchstgrenze 20 Schüler und einheitliche Richtlinien und Lehrpläne für die Sekundarstufe I. Schüler werden bis Klasse 10 umfassend gefördert. Selektive Differenzierung erfolgt ab Klasse 11.

Leserbrief von Dirk Richter, Münster, in WN Nr 27, 1.2.2006

„Politischer Nonsens“ Wie die CDU darauf kommt, Veränderungen in der Schulpolitik, die zurück in die Bildungskatastrophe der 1990er Jahre führen, seien der Weg zum „modernsten“ Bildungssystem Deutschlands, ist genauso rätselhaft wie der Hinweis des Kommentators auf die ständige Reformfreude der süddeutschen Länder. Diese wurde von Fachleuten bisher noch nicht gesichtet, ganz im Gegenteil, sie kann nur als überhaupt nicht vorhanden beurteilt werden.

Leserbrief in WN Nr.22, 26.1.2006

(Natürlich passen die Vorschläge von Schwarz-Gelb prima in die Zeit. Wenn das Fernsehen jedem, der es sehen mag, zeigt, wie das Leben im Mittelalter oder auf einem Gutshof des 19. Jahrhunderts ausgesehen haben soll, dann ist es doch schön, wenn wir jetzt erfahren sollen, wie Schule in den Fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ausgesehen hat. Also weg mit dem Recht der Eltern, nach der 4.

Strukturfragen

Ungeachtet dessen, dass es auch im Dschungel des bestehenden Schulsystems Pflänzchen gibt, die ganz munter darauf los blühen (Beispiele gibt es dafür u.a. in dem Film „Treibhäuser der Zukunft“ von R. Kahl), muss und wird die Frage nach der Struktur des deutschen Schulsystems immer wieder gestellt werden. Nicht in erster Linie, weil die PISA-Sieger integrative Systeme haben, sondern weil unser drei- bzw. viergliedriges Schulsystem der Forderung nach gleichem Recht auf Bildung nicht entsprechen kann (und nie entsprechen konnte).

Neuer Film von Reinhard Kahl: „Eine Schule, die gelingt“

Endlich gibt es den neuen Film von Reinhard Kahl über Enja Riegel und die Helene-Lange-Schule!

Es gibt zwei Möglichkeiten, an diesen und weitere Filme aus dem Archiv der Zukunft zu kommen: Entweder bestellen Sie direkt per Email an

bestellung@archiv-der-zukunft.de

oder Sie besuchen die Seite

www.archiv-der-zukunft.de

  Inhalt abgleichen